RAMPIG
Theater Performance Kunst

Performance

Schuld (und Sühne) Salon I: Verbrechen und Strafe / Schuld (und Sühne) Salon II: Beichte und Vergebung

Juli 2015 zeitraumexit Mannheim

An zwei Abenden lässt RAMPIG die Tradition des künstlerischen Salons aufleben und lädt zu Gedankenaustausch, Gesprächen und Diskussionen mit eingeladenen Künstler*innen und Expert*innen aus verschiedenen Bereichen zum Thema Schuld. Gleichzeitig zeigt das Kollektiv performative Experimente zur aktuellen Inszenierung „Schuld (und Sühne)“, frei nach Dostojewskis Roman. Im Sinne dieser „sharing of expertise“ reihen sich die Salonabende in die künstlerische Forschung ein, die das Kollektiv seit einem Jahr betreibt. Zu Gast: Olga Markowska, Bernd Panizzi, Dr. Konrad Fischer, Julia Zastava, Maja Das Gupta, Konstantin Küspert und Saskia Juliane. Die gesamte Salon-Reihe wird zusätzlich durch ein „work in progress“ des Mannheimer Künstlerduos Weimer&Weber (Olga Weimer und Marcel Weber) begleitet.

Die Ankunft des ersten Bettlers

Juli 2013 Privatwohnung Berlin Neukölln

Theater Performance Kunst RAMPIG präsentiert eine Collage aus Fragmenten ihrer Inszenierung HAMLET, in der das Kollektiv „Die Tragödie von Hamlet, Prinz von Dänemark“ von William Shakespeare untersucht und damit zum 34. Theatertreffen der Jugend der Bundeswettbewerbe Berliner Festspiele eingeladen wurde.

Die bereits etablierte Arbeitsweise des Ensembles, die Schauspiel mit Performance verbindet, findet eine neue Ebene der Raumnutzung – RAMPIG goes Wohnzimmer! Fleischige und sinnliche Bilder können von den Zuschauern aus verschiedenen Perspektiven und aus nächster Nähe erlebt werden.

Eiskalt

Juni 2013 Festival 48 Stunden Neukölln, Berlin

RAMPIG beschäftigte sich in der Festivalarbeit „Eiskalt“ mit den Irritationen des Alltags, skurrilen Momenten und surrealen Situationen aus dem Neuköllner Leben. Zunächst recherchierten die Performer auf den Straßen nach eben solchen Eindrücken, die dann sprachlich (Texte) und visuell (Video und Fotografie) festgehalten wurden. Die Zuschauer erwartete eine eiskalte Schneelandschaft mitten im Berliner Hochsommer, eine klirrend kalte Performance und eine weiße Videoinstallation, die mit der Wahrnehmung des Publikums spielte und die Perspektive des Anderen anbot.

Das Schloss – Preview

Juni 2013 Festival 97 Meter über dem Meer, zeitraumexit Mannheim

Rauminstallation und szenische Performance.
RAMPIGs Inszenierung „Das Schloss“ nach dem gleichnamigen Roman von Franz Kafka ist ein Projekt, das zwischen individuellem Erlebnissen eines Kunstbetrachters, kollektivem Gefühl des Theaterbesuchs und dem persönlichen Wiedererleben eigener Lebensgeschichte chargiert. An einem verlassen und geheimen Ort entsteht die Parallelwelt-Installation „Das Schloss“. Der Protagonist K. aus der kafkaschen Vorlage irrt durch den Ort, um in das Schloss zu gelangen. Im Festivalprogramm von 97 Meter über dem Meer inszeniert das Kollektiv als Preview zwei Räume im Keller des Veranstaltungsortes.

Schlachthof 2: Neukölln

Juni 2012 Festival 48 Stunden Neukölln, Berlin

In der entferntesten Ecke Deutschlands, inmitten nicht all zu hoher Berge, zwischen Nadelbäumen, die nie ihre Nadeln verlieren, um nicht gekehrt werden zu müssen, erzählt man sich wundervolle Geschichten von einem Ort, an dem alles möglich und jeder Mensch frei sei. Ein Ort unendlich kreativer Fruchtbarkeit und unbegrenzter Möglichkeiten; ein urbanes Paradies auf Erden. Dort hin pilgern Viele, voller Hoffnung auf Selbstfindung. Hier angekommen werden sie schnell von der Sucht der Selbstverwirklichung befallen. Die Freiheit lähmt und die Möglichkeiten überfordern sie. Ähnlich ahnungslosen Nutztieren wandern sie in dieses scheinbare Paradies, das schon bald einem Schlachthof gleicht. Das Paradies entpuppt sich als ein Ort der puren Fleischverwertung, ein Ort des Schreckens. Die Zuschauer erwartet eine sinnlich fleischige Performance und materialintensives Schauspiel mit vor Ort recherchierten Texten so wie Auszügen aus der Produktion HAMLET und Beiträgen von Christopher Kriese.

farbfilm

Oktober 2011 Benefizgala der Theatertage, Karlstorbahnhof Heidelberg
„Hoch stand der Sandorn am Strand von Hiddensee,
Micha, mein Micha und alles tat so weh,
dass die Kaninchen scheu schauten aus dem Bau,
so laut entlud sich mein Leid ins Himmelblau,
Oh, So böse stampfte mein nackter Fuß den Sand
und schlug ich von meiner Schulter deine Hand
tu das noch einmal, Micha, und ich geh!“ (Nina Hagen)

 

saft 48 Stunden Neukölln

Juli 2011 Festival 48 Stunden Neukölln, Berlin

RAMPIG nutzte experimentell die Räume des Strategie-, Planungs- und Architekturkommandos SPAR*K. In sich wiederholenden Performances analysierte das Kollektiv den menschlichen Körper, überprüfte materialintensiv und publikumsnah die Grenzen der eigenen Körperlichkeit und kommentierte damit den exzessiven Umgang mit sich selbst. Der Körper als Luxusware stand im Zentrum des Spiels. Die Mensch sein wurde entgeistigt, auf die inneren Organe und Körperflüssigkeiten reduziert. Die Säfte des Lebens: Blut und Wasser tauchten im Überfluss auf und waren Sinnbild für die medial allgegenwärtige Verschwendung des Körpers.

Nominiert für den Publikumspreis des Festivals.

Schlachthof

Juni 2011 Festival 97 Meter über dem Meer, zeitraumexit Mannheim
Juli 2012 Queer Festival, Karlstorbahnhof Heidelberg

HAMLET steht an der Schwelle seines Erwachsenenlebens, als er schlagartig alles, woran er geglaubt hat verliert: seine geliebte Familie zeigt sich als durch Missbrauch, Gewalt und Kälte gezeichnet und seine große Liebe als nicht echt. Seitdem sucht er nach Sinn, nach dem, wofür es sich zu leben lohnt. Alle Möglichkeiten stehen ihm offen, die konkreten Entscheidungen überfordern ihn aber. Er verfällt einer fixen Idee, gerät in den exzessiven Rausch der Selbstverwirklichung und in einen Fleischwolf der Gefühle. Der Titelheld des großen Dramas Shakespeares steht für viele junge Menschen, für die „Generation Hamlet“, die blind ihre großen Lebenspläne verfolgen und sich dabei selbst verlieren.

„Den Höhepunkt markierte einmal mehr verlässlich das Theater- und Performancekollektiv RAMPIG. Mit unvergleichlicher Hingabe brach das elfköpfige Ensemble grandios Shakespeares sinnsuchende Hamlet-Figur in einem kleinteiligen Bildermeer zwischen anmutiger Reinheit und verstörender Provokation auf.“ (Mannheimer Morgen)

danse macabre

Mai 2011 Festival 97 Meter über dem Meer, zeitraumexit Mannheim

„Das Böse in der Welt geht fast immer von Unwissenheit aus. Der gute Wille kann ebenso viel Schaden anrichten wie die Bosheit, wenn er nicht aufgeklärt ist. Die Menschen sind eher gut als böse.“ Ausgehend von Camus Roman „La Peste“ untersucht RAMPIG in performativen Bildern die Gewalt des Todes.

Faust HNO

25 Darsteller erzeugen einen provokativen Bilderrausch zu Motiven von Goethes Faust, der sich zu einer irritierenden Performance fügt. Der literarische Text wird dabei nicht nur untersucht, sondern seine Tauglichkeit in der Gegenwart hinterfragt, neu geordnet und durch zeitgenössische Texte ersetzt. Als besonderes Angebot der Hals-Nasen-Ohrenklinik Heidelberg begleitet die Gebärdesprachdolmetscherin Silke Gold die Performance und eröffnet damit eine weitere kreative Ebene des Erlebens.